Von ‚Spaziersehern‘, ‚Erinnerungsflaneuren‘ und ‚pikaresken Wanderern‘ (Monographie)

Literarische Topographien der Poebene bei Celati, Cavazzoni, Benati und anderen


Allgemeine Angaben

Autor(en)

Gerhild Fuchs

Verlag
Winter
Stadt
Heidelberg
Stadt der Hochschule
Innsbruck
Publikationsdatum
2014
Abgabedatum
Januar 2010
Auflage
1
Reihe
Studia Romanica 189
Weiterführender Link
http://www.winter-verlag.de/de/detail/978-3-8253-6356-7/Fuchs_G_Von_Spaziersehern/
ISBN
978-3-8253-6356-7 ( im KVK suchen )
Thematik nach Sprachen
Italienisch
Disziplin(en)
Literatur-/Kulturwissenschaft
Schlagwörter
Gualazzini Beppe, Rea Ermanno, Varesi Valerio, Trevisan Vitaliano, Voltolini Dario, Mozzi Giulio, Garuto Maurizio, Ceronetti Guido, Conti Guido, Vassalli Sebastiano, Benati Daniele, Cavazzoni Ermanno, Celati Gianni, Meta-Raum, Metafiktionalität, Transtextualität, Topographie, Landschaftsdarstellung, Raumtheorie, Ebene, Poebene

Exposé

Im Unterschied zu anderen, mit dem Topos landschaftlicher Schönheit verbundenen Gegenden Italiens wird die Poebene zumeist mit „unattraktiven“ Attributen wie Industrialisierung, Zersiedelung oder Nebel assoziiert. Die vorliegende Studie möchte anhand ausgewählter Werke der Schriftstellergruppe um Gianni Celati und anderer zeitgenössischer Autor/inn/en ausloten, welche Repräsentationsformen die italienische Erzählliteratur hierfür bereitstellt. So werden dezidiert kritische Poebenenbeschreibungen, die um ökologische Missstände oder um Globalisierungsphänomene wie jene der „Ortslosigkeit“ und der „Mediatisierung“ kreisen, ebenso ins Auge gefasst wie metaphorisierende Darstellungen, durch die der Ebenenraum zum Emblem für existenzielle Grund¬erfah¬rungen wie Ein¬samkeit, Vergessen oder Tod gerät. Neben solchen geographisch verortbaren Topographien liegt ein weiterer Fokus der Studie auf den transtextuellen Umdeutungen des „Ebenenprinzips“: An literarische Traditionen wie jene des Ritterromans anschließend, wird die Poebene zum „Meta-Raum“, der allein durch sein Durchquertwerden Geschichten generiert.

Inhalt

1 EINLEITUNG

2 GRUNDLAGEN UND PRÄMISSEN DER UNTERSUCHUNG
2.1 Untersuchungsrelevante Konzepte der Raumtheorie und der Darstellung von Raum in der Literatur
2.2 Die (Po)Ebene als Untersuchungsgegenstand
2.3 Typologie der Korpustexte auf Grundlage der Darstellungsmodalitäten des Außenraums bzw. der (Po)Ebene

3 PHÄNOMENOLOGISCHE UND POETOLOGISCHE GRUNDZÜGE DER
AUßENRAUM- UND LANDSCHAFTSDARSTELLUNG DER (PO)EBENE
3.1 Gegenstände, Motive und Wahrnehmungsstereotype der Ebenendarstellung
3.2 Versuch einer Poetologie der Ebenen- bzw. Außenraumdarstellung (mit Schwerpunkt auf Celati)

4 POEBENENDARSTELLUNGEN ALS SPIEGEL SUBJEKTIVER BEFINDLICHKEITEN
4.1 „Le apparenze“: Phänomene und Erscheinungen der Poebene und ihre (Be)Deutung
4.2 Die Poebene als emblematischer Ort für menschliche Kontingenzerfahrung
4.3 Die Poebene als emblematischer Ort für Stillstand, Vergessen und Tod

5 POEBENENDARSTELLUNGEN ALS SPIEGEL GESELLSCHAFTLICHER
PROZESSE UND ALS MEDIUM FÜR ZIVILISATIONSKRITIK
5.1 Von Nicht-Orten und leerlaufender Zeit:
Geschichtslosigkeit, Heimatlosigkeit und Getriebensein in der megalopoli padana
5.2 Von zwinkernden Werbebotschaften und neonflimmernden Straßenabschnitten:
die Mediatisierung des padanischen Außenraums
5.3 Die explizite Kritik an gewaltsamer Industrialisierung und Urbanisierung
sowie an daraus resultierenden Umweltbeeinträchtigungen

6 META-RAUM (PO)EBENE: EBENE ALS METAFIKTIONALE METAPHER
RÄUMLICHKEIT ALS STRUKTURELLES ERZÄHLPRINZIP
6.1 Literarhistorische Bezugsmodelle der metafiktionalen „Raumerzählungen“
6.2 Beispielanalysen metafiktionaler „Raumerzählungen“ mit transtextuellen Bezügen zur Erzähltradition

7 ZUSAMMENSCHAU UND SCHLUSSFOLGERUNGEN

BIO-BIBLIOGRAPHISCHE STECKBRIEFE ZU DEN UNTERSUCHTEN AUTOREN

NAMENS- UND SACHREGISTER

LITERATURVERZEICHNIS

Anmerkungen

Überarbeitete Habilitationsschrift

Ersteller des Eintrags
Gerhild Fuchs
Erstellungsdatum
Freitag, 10. Oktober 2014, 09:46 Uhr
Letzte Änderung
Freitag, 10. Oktober 2014, 10:34 Uhr