Die Prosa der spanischen Aufklärung (Monographie)

Beiträge zur Philosophie der Literatur im 18. Jahrhundert (Feijoo - Torres Villarroel - Isla - Cadalso)


Allgemeine Angaben

Autor(en)

Gernot Kamecke

Verlag
Iberoamericana–Vervuert
Stadt
Madrid; Frankfurt
Publikationsdatum
2015
Reihe
La Cuestión Palpitante. Los siglos XVIII y XIX en España 25
Weiterführender Link
http://www.iberoamericanalibros.com/cgi-bin/infodetail.cgi?doknr=520154&lang=es&txt=inhalt
ISBN
978-3-95487-419-4 ( im KVK suchen )
Thematik nach Sprachen
Deutsch
Disziplin(en)
Literaturwissenschaft
Schlagwörter
Geschichte der Kultur, s. XVIII, Spanien

Exposé

Die spanische Aufklärung ist keineswegs inexistent, wie seit der Romantik bis in die jüngste Zeit gerne behauptet worden ist, sondern knüpft an den gesamteuropäischen Aufklärungsdiskurs an. Die reichhaltige Prosaliteratur der spanischen Aufklärung steht in der Tradition des philosophisch orientierten „Literaturromans“, der seit Miguel de Cervantes auf einer besonderen Verknüpfung von Erzählkunst und erkenntniskritischer Poetik beruht. Zugleich steht sie im Kontext der wissenschaftlichen Traktatliteratur, die im 17. Jahrhundert aus Italien und Frankreich Impulse der „Neuen Wissenschaft vom Menschen“ aufnimmt und im 18. Jahrhundert am gesellschaftspolitischen Diskurs der Optimierung sozialer Systeme partizipiert. Dabei wird die sprachbildende und schriftstellerische Kreativität des Menschen zu einem philosophischen Argument für die Autonomie der Kunst.
Der vorliegende Band beschreibt anhand von vier herausragenden Repräsentanten der Epoche – Benito Jerónimo Feijoo, Diego de Torres Villarroel, José Francisco de Isla und José Cadalso – die Charakteristika einer literarischen Praxis, die unter den Bedingungen einer mächtigen, jede freiere Form von Literatur besonders sanktionierenden Inquisition subtile Techniken des sprachlichen Ausdrucks ausgebildet hat. Die Prosa der spanischen Aufklärung repräsentiert eine besondere Etappe in der Geschichte der Wechselbeziehungen zwischen Literatur und Philosophie, die in der Folge als geisteswissenschaftliche Disziplinen getrennte Wege gehen.

Gernot Kamecke ist Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft und lehrt Romanistische Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Inhalt


Anmerkungen

keine

Ersteller des Eintrags
Estella Llorente
Erstellungsdatum
Donnerstag, 26. November 2015, 15:16 Uhr
Letzte Änderung
Freitag, 27. November 2015, 15:23 Uhr