Zwischen Aufklärung und Propaganda. Strategische Wissenspopularisierung im Werk der spanischen Sexualreformerin Hildegart Rodríguez (1914-1933) (Monographie)


Allgemeine Angaben

Autor(en)

Jana Wittenzellner

Verlag
transcript
Stadt
Bielefeld
Publikationsdatum
2017
Auflage
1
Reihe
Gender Studies
Weiterführender Link
www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3855-4
ISBN
978-3-8376-3855-4 ( im KVK suchen )
Thematik nach Sprachen
Spanisch
Disziplin(en)
Medien-/Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft

Exposé

Hildegart Rodríguez (1914-1933) war die einzige prominente weibliche Vertreterin der spanischen Sexualreformbewegung der 1930er Jahre. Sie veröffentlichte dreizehn sexualpolitische Bücher, die bis heute als emanzipativ und wissenschaftlich innovativ gelten. Rodríguez’ Forderungen waren in vielerlei Hinsicht radikal. Doch der hervorragende Ruf der Schriften beruht primär auf der textuellen wie öffentlichen Inszenierung der Autorin als wissenschaftliches Wunderkind und nicht auf der tatsächlich eher zweifelhaften Qualität der Texte.
Jana Wittenzellners Analyse macht Wissenspopularisierung als politisches Instrument sowie als textuellen Prozess greifbar, in dem die Autorschaft von strategischer Bedeutung ist.

Inhalt

  • 1. Einleitung*
  • 2. Spanien zu Beginn des 20. Jahrhunderts*
  • 3. Hildegart Rodríguez, das wissenschaftliche Wunderkind?*
    3.1. Hildegarts zeitgenössische Popularität
    3.2. Hildegarts Biographie – Erzählung mit Eigenleben
    3.3. Hildegarts Nachleben
  • 4. Hildegarts Monographien zur „sexuellen Frage“*
    4.1. Hildegarts Veröffentlichungen
    4.2. Hildegarts Schriften als „aufklärende Propaganda“
    4.3. Wissenspopularisierung unwissenschaftlicher Art
  • 5. Die „Sexualreform auf sexualwissenschaftlicher Grundlage“*
    5.1. Zum Zusammenhang zwischen Sexualwissenschaft und Sexualreform
    5.2. Die Rationalisierung der Reproduktion: Eugenik
    5.3. Die Liga Española para la Reforma Sexual sobre bases científicas
  • 6. Hildegart als Autorin der Sexualreformbewegung*
    6.1. Die Sexualreformbewegung als hegemoniales Projekt
    6.2. Der Status der Autorin
    6.3. Hildegarts Sexo y Amor (1931) – ein Aufruf
  • 7. Hildegarts umstrittenes Programm*
    7.1. Sexualreform: für eine neue, wissenschaftliche Moral
    7.2. Ehe? Freiheit in der Liebe!
    7.3. Die neue Mutter
    7.4. „Eugenische Beeinflussung der Nachkommenschaft“
    7.5. Homosexualität als Gefahr
    7.6. Krankheitsherd Prostitution?
    7.7. Königsweg Sexualerziehung
  • 8. Die Inszenierung wissenschaftlicher Autorschaft als Strategie der Wissensvermittlung*
    8.1. Gesellschaftsreform durch Sexualerziehung
    8.2. Die textuelle Inszenierung wissenschaftlicher Autorschaft in Hildegarts Werk
    8.3. Hildegart – der lebende Beweis?
  • 9. Ein langlebiger Mythos*

Anhang
I) Hildegarts Veröffentlichungen
II) Intertextuelle Bezüge in Hildegarts Werk
III) Abbildungsverzeichnis
IV) Quellen- und Literaturverzeichnis


Anmerkungen

keine

Ersteller des Eintrags
Jana Wittenzellner
Erstellungsdatum
Montag, 31. Juli 2017, 10:36 Uhr
Letzte Änderung
Samstag, 05. August 2017, 17:09 Uhr