Mining and Modeling Text (Institutionalisiertes Forschungsprojekt)

Interdisziplinäre Anwendungen, informatische Weiterentwicklung, rechtliche Perspektiven (MiMo Text)


Allgemeine Angaben

Projektbeginn
Montag, 01. Juli 2019
Projektende
Donnerstag, 30. Juni 2022
Status
laufend
Weiterführender Link
https://mimotext.uni-trier.de/projekt
Thematik nach Sprachen
Französisch
Disziplin(en)
Literaturwissenschaft
Schlagwörter
Trier, Digital Humanities, Bibliographische Daten, Primärliteratur, Fachliteratur, Linked Open Data, 1750-1800, Roman der Aufklärung, Roman, Achtzehntes Jahrhundert, Literaturgeschichtsschreibung, Literaturgeschichte, Computational Literary Studies

Aktiv beteiligte Person(en)

(z.B. Kooperation, Mitarbeiter, Fellows)

Christof SchöchJulia RöttgermannClaudine Moulin


Exposé

Die Wissensgewinnung aus großen, nicht mehr durch einzelne Menschen zu bewältigenden Text- und Datenmengen gewinnt durch die Möglichkeiten der Digitalisierung stetig an Bedeutung. Für die Geisteswissenschaften heißt das insbesondere, dass digitale Volltexte und reichhaltige Metadaten nicht nur verfügbar sein müssen, sondern dies auch in einer Form der Fall sein muss, die den geisteswissenschaftlichen Erkenntnisgewinn fördert.

Ziel des Vorhabens MiMoText ist deshalb der Aufbau eines aus unterschiedlichen Quellen gespeisten Informationsnetzwerks für die Geisteswissenschaften, das durch die Bereitstellung als Linked Open Data nicht nur frei verfügbar und mit anderen Wissensressourcen des Semantic Web verknüpfbar ist, sondern auch neuartige und effiziente Zugriffsmöglichkeiten auf fachwissenschaftliche Informationen bietet.

In der ersten Projektphase stehen dabei Quellen zur Geschichte des französischen Romans von 1750 bis 1799 im Fokus, während das Vorgehen in der zweiten Phase auf eine parallele Epoche der deutschen Literaturgeschichte übertragen wird. In beiden Phasen kann auf teils bestehende Volltextdigitalisate aus Gallica, TextGrid und dem VD18 zurückgegriffen werden.

Als Informationsquellen dienen bibliographische Verzeichnisse, Fachliteratur und Primärtexte. Aus diesen werden zunächst Metadaten, konkrete Texteigenschaften und beschreibende oder wertende Aussagen über relevante Entitäten, wie beispielsweise Autoren und Werke, extrahiert. Dafür müssen quantitative Methoden zur automatischen Textanalyse sowie zur Extraktion und Modellierung von Daten aus umfangreichen Textsammlungen weiter- und teils neu entwickelt werden. Anschließend werden die Informationen in ein Linked Open Data-Format überführt und können untereinander sowie nach außen verknüpft werden. Hinzu tritt von Projektbeginn an die Untersuchung rechtlicher Rahmenbedingungen, um die urheber- und datenschutzrechtliche Konformität von Aufbau und Bereitstellung des Wissensnetzwerks gewährleisten zu können.

Sprecher des Vorhabens: Prof. Dr. Christof Schöch
Stellvertretende Sprecherin: Prof. Dr. Claudine Moulin


Anmerkungen

Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz im Rahmen der Forschungsinitiative 2019-2023.

Ersteller des Eintrags
Christof Schöch
Erstellungsdatum
Freitag, 26. Juni 2020, 11:51 Uhr
Letzte Änderung
Freitag, 26. Juni 2020, 11:55 Uhr