Ästhetik des Chaos in der Karibik (Monographie)

»Créolisation« und »Neobarroco« in franko- und hispanophonen Literaturen


Allgemeine Angaben

Autor(en)

Natascha Ueckmann

Verlag
transcript
Stadt
Bielefeld
Stadt der Hochschule
Universität Bremen
Publikationsdatum
2014
Auflage
1
Reihe
Lettre
Weiterführender Link
http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-2508-0/aesthetik-des-chaos-in-der-karibik
ISBN
978-3-8376-2508-0 ( im KVK suchen )
Thematik nach Sprachen
Spanisch, Französisch
Disziplin(en)
Literaturwissenschaft
Schlagwörter
Postkoloniale Studien, Diapora, Karibik

Exposé

Im Zentrum stehen narrative Texte unterschiedlicher sprachlicher und (post)kolonialer Kontexte, konkret Romane des 20. und 21. Jahrhunderts der romanischsprachigen Antillen (Kuba, Puerto Rico, Haiti, Guadeloupe, Martinique), die alle das Vermächtnis der Verschleppung und Versklavung als gemeinsame historische Erfahrung teilen. Die Romane zeugen in unterschiedlicher Intensität von der Schwierigkeit, diese traumatische Erfahrung in eine symbolische Ordnung und verbürgte Genealogie zu reihen, von der sie mit ihrer ‚Geschichte der Verlierer’ zunächst ausgeschlossen sind. Diese Enteignungs- und Verlusterfahrung wird häufig kompensiert über spezifische romaneske Humanitätsentwürfe, die mit grundsätzlichen narratologischen und poetologischen Infragestellungen einhergehen. Ein Geflecht von tradierten Erzählungen, von ungeordneten ‘histoires’ entsteht – in Abgrenzung zur eurozentrischen ‘Histoire’. Die hiesigen Autor/innen widmen sich den Menschen, die kaum Spuren hinterlassen haben wie Sklaven oder Marrons. Die bisherige Verweigerung eines Zugangs zum Archiv, zur Schrift, wird kompensiert durch akkumuliertes Erzählen von Gegengeschichte. Karibische Literatur unterläuft so die Narrative des wissenden (weißen, kolonialen) Subjekts.


Anmerkungen

keine

Ersteller des Eintrags
Natascha Ueckmann
Erstellungsdatum
Donnerstag, 02. Oktober 2014, 11:58 Uhr
Letzte Änderung
Freitag, 03. Oktober 2014, 13:01 Uhr