Amors Renaissance (Monographie)

Modellierungen himmlischer und irdischer Liebe in der Literatur des Cinquecento


Allgemeine Angaben

Autor(en)

Jörn Steigerwald

Verlag
Harrassowitz
Stadt
Wiesbaden
Publikationsdatum
2014
Auflage
1
Reihe
Culturae 10
Weiterführender Link
http://www.harrassowitz-verlag.de/title_341.ahtml?NKLN=23_B
ISBN
978-3-447-10187-5 ( im KVK suchen )
Thematik nach Sprachen
Italienisch
Disziplin(en)
Medien-/Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft
Schlagwörter
Amor sacro e profano, Tizian, Ludovico Ariosto, Baldassarre Castiglione, Pietro Bembo, Giovanni Boccaccio, Liebessemantik, Renaissance

Exposé

Jörn Steigerwalds Studie verfolgt das Ziel, die Pluralität der Liebesmodelle und -darstellungen der italienischen Renaissance systematisch und umfassend zu erarbeiten, indem diese als Konfigurationen zweier paradigmatischer historischer Modelle der Liebe – der himmlischen und der irdischen – beschrieben werden.
Vor dem Hintergrund der christlichen, der häuslichen und der zwischenmenschlichen Ordnung der Liebe, die auf einer kategorialen Trennung von amor sacro und amor profano aufbauen, wird danach gefragt, wie seit dem Trecento, vor allem aber im Cinquecento Modellierungen der Liebe problematisiert werden, die auf eine graduelle Differenz zwischen beiden Modellen der Liebe abheben, um eine gottgefällige irdische, als amor profano sacro fassbare Liebe in Szene zu setzen. Dabei stehen diejenigen Modellierungen der Liebe im Fokus, die in der Novellistik (Boccaccio), im Dialog (Bembo und Castiglione) und im Ritterepos (Ariosto) Gestalt annehmen, da in diesen Gattungen die rinascimentale Pluralität der Liebe durch eine Vielzahl von Figuren, seien es Dialogteilnehmer oder Protagonisten, insofern paradigmatisch repräsentiert werden, als sie in diesen Fiktionen nicht theoretisch, sondern praxeologisch vorgestellt werden. Gleichwohl ist die Pluralität der Liebe im Cinquecento rückgebunden an die Modellierung einer idealen, als amor cortigiano zu verstehenden Liebe, in der die Liebe zum Partner genauso umfasst ist wie diejenige zum Freund und die zum Fürsten, sodass ein dezidiert irdisches und zugleich gottgefälliges Liebesideal konfiguriert wird.


Anmerkungen

keine

Ersteller des Eintrags
Jörn Steigerwald
Erstellungsdatum
Donnerstag, 15. Januar 2015, 18:08 Uhr
Letzte Änderung
Freitag, 16. Januar 2015, 12:09 Uhr