Italienisch. Zeitschrift für italienische Sprache und Literatur (Zeitschriftenheft)


Allgemeine Angaben

Herausgeber

Marc Föcking Thomas Krefeld Rainer Stillers Ludwig Fesenmeier Salvatore A. Sanna

Publikationsdatum
Januar 2018
Jahrgang
39. Jahrgang 2017, Heft 2
Nummer
78
Weiterführender Link
http://narr-starter.de/magento/index.php/italienisch-band-78-39-jahrgang-2017-heft-2.html
ISSN
0171-4996
Thematik nach Sprachen
Italienisch
Disziplin(en)
Sprachpraxis, Fachdidaktik, Sprachwissenschaft
Schlagwörter
Davide Enia, Dialektforschung, Italienisch, Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft

Exposé

Die Zeitschrift Italienisch wurde 1979 von Arno Euler (†) und Salvatore A. Sanna gegründet als erste wissenschaftliche Zeitschrift in Deutschland, die sich ausschließlich mit italienischer Sprache und Literatur befasst. Sie ist Organ des Deutschen Italianistenverbandes – Fachverband Italienisch in Wissenschaft und Unterricht. Die Zeitschrift richtet sich an Hochschullehrer, Dozenten, Lehrer und Studierende des Italienischen sowie an alle an Italien interessierten Leser.

Italienisch stellt zeitgenössische italienische Autoren mit Interviews und Originalbeiträgen vor. Darunter waren in den vergangenen Jahren Leonardo Sciascia und Gesualdo Bufalino, Luigi Malerba und Vincenzo Consolo, Luciano De Crescenzo, Susanna Tamaro, Andrea De Carlo, Umberto Eco sowie Ermanno Cavazzoni.

Italienisch enthält Aufsätze zur italienischen Literatur, vorwiegend des 19. und 20. Jahrhunderts, Beiträge zur Linguistik und zur Landeskunde. Hier bilden deutsch-italienische Themen (z.B. Reise- und Emigrationsliteratur), aber auch Beiträge zu aktuellen politischen Fragen Schwerpunkte. In der Mai-Nummer 2009 ist eine neue Reihe namens “Fondamenti di linguistica italiana” gestartet, die anhand grundlegender Themengebiete den Stand der Forschung in der italienischen Sprachwissenschaft dokumentieren wird.

Die “Biblioteca poetica” widmet sich der italienischen Lyrik und ihren Interpretationen bzw. Übersetzungen ins Deutsche.

Die Rubrik “Zur Praxis des Italienischunterrichts” behandelt Probleme im Bereich der Methodik der Sprachvermittlung und des Italienischunterrichts und stellt Vorschläge für den Unterricht mit Textsammlungen und Übungsbeispielen vor. Unter dem Stichwort “Sprachecke Italienisch” werden aktuelle Fragen zur italienischen Sprache erläutert.

Die Buchbesprechungen und die verschiedenen Bibliographien (z. B. “Informazione bibliografica per l’insegnante d’italiano”) und Mitteilungen haben das Ziel, Informationen für das weitere Studium der Italianistik zu vermitteln und den wissenschaftlichen Austausch anzuregen. Seit 1982 erscheint in jedem Heft eine Auflistung aller italienischen Themen an den Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, ab Nr. 67 online unter italianistenverband.de abzurufen.

Inhalt

Editorial: Eine Rose für Claudio Monteverdi (Florian Mehltretter)

«Squarci improvvisi di luce in un presente profondamente violento»: A colloquio con Davide Enia. A cura di Sieglinde Borvitz

Beiträge zu Literatur, Linguistik und Landeskunde
Antonio Catalfamo, Piero Gobetti critico letterario e teatrale
Patrizia Piredda, Il ruolo della metafora in Giacomo Leopardi e Friedrich Nietzsche
Andrea Viviani, Il romanesco militante de La Scienza Coatta

Fondamenti di linguistica italiana
Roberto Sottile, Cantari e Cuntari: tradizione e modernità nella canzone dialettale siciliana

Biblioteca poetica
Dialekt als interlingualer Übersetzungsmodus der Lyrik? Grundlegende Möglichkeiten und Grenzen am Beispiel von zwei furlanischen Gedichten Pier Paolo Pasolinis (Peter Kaspar)

Zur Praxis des Italienischunterrichts
Elena Schäfer, Lass die Katze aus dem Sack: Wie Grumpy Cat und andere Memes den Italienischunterricht bereichern

Buchbesprechungen
Rainer Stillers / Christiane Kruse (Hrsg.), Barocke Bildkulturen. Dialog der Künste in Giovan Battista Marinos «Galeria» (Marita Liebermann)
Maria Antonietta Terzoli, Commento a «Quer pasticcaccio brutto de Via Merulana» di Carlo Emilio Gadda (Martha Kleinhans)

Kurzrezensionen
Valerio Magrelli, Vom heimlichen Ehrgeiz ein Bleistift zu sein (Hinrich Hudde)
David Riondino, Bocca baciata non perde ventura anzi rinnova come fa la luna. Canzoni dal Decameron di Giovanni Boccaccio (Ruedi Ankli)
Massimo Roscia, Di grammatica non si muore (Werner Schäfer)

Italienische Themen an den Hochschulen Deutschlands, Österreichs und
der Schweiz im Wintersemester 2017/2018
(Caroline Lüderssen) 133

Mitteilungen


Anmerkungen

Pressemitteilung der Frankfurter Stiftung für deutsch-italienische Studien

„Italienisch“, Verbandsorgan des Deutschen Italianistenverbandes – Fachverband Italienisch in Wissenschaft und Unterricht, gefördert von der Frankfurter Stiftung für deutsch-italienische Studien und der Deutsch-Italienischen Vereinigung e.V. in Frankfurt, erscheint halbjährlich im Verlag Gunter Narr in Tübingen.

Die jetzt erschienene Nummer 78 eröffnet mit einem Editorial von Florian Mehltretter zur Feier des 450. Geburtstags des Komponisten Claudio Monteverdi (1567-1643), dessen Werke, v.a. L’Orfeo und L’Incoronazione di Poppea, sehr viel auch zur Verbreitung der italienischen Sprache und Lyrik beigetragen haben.

Davide Enia, Schauspieler, Theaterschriftsteller, Regisseur und Autor, erzählt im Gespräch mit Sieglinde Borvitz, warum er Schriftsteller geworden ist, welche seine Vorbilder sind und wie sich sein Verhältnis zu seiner Geburtstadt Palermo gestaltet. In seinem Werk Così in terra wird “Palermo verwandelt, weil es nicht länger eine Stadt ist, sondern ein Seelenort. Es könnte jede Stadt der Welt sein, in der ein Mensch von Angst aufgefressen wird und jeden Tag gegen die eigenen Alpträume und Schrecken kämpfen muss, gegen die eigenen Ängste und
Sorgen“.

Der Beitrag von Antonio Catalfamo beschäftigt sich mit der facettenreichen Figur von Piero Gobetti, Journalist, Politiker, Historiker, Schriftsteller, Kritiker und Verleger; er konzentriert sich auf Gobettis Aktivität als innovativer Literatur- und Theaterkritiker.

Im Zentrum des Heftes 78 steht die Dialektforschung: Andrea Viviani spricht über das Romanesco, Roberto Sottile über die sizilianischen Dialekt-Lieder, und in der Rubrik Biblioteca poetica geht es um die Dialektlyrik von Pasolini.

Die Rubriken Rezensionen und Mitteilungen enthalten Beiträge über die „_Galeria_“ von Giovan Battista Marino, über Valerio Magrelli und über Leopardi.

Diesem ist auch der Aufsatz von Patrizia Piredda gewidmet, der sich einem Vergleich der Rolle der Metapher im Werk von Leopardi und Friedrich Nietzsche widmet.

Ersteller des Eintrags
Narr Francke Attempto Verlag GmbH+Co. KG
Erstellungsdatum
Montag, 19. Februar 2018, 15:49 Uhr
Letzte Änderung
Samstag, 24. Februar 2018, 09:37 Uhr