TextVerHandlungen:
Literaturwissenschaft praxeologisch / Textbegriffe interdisziplinär
24.-25. Jänner 2019, Karl-Franzens-Universität Graz
SZ 15.21 (RESOWI-Zentrum, Bauteil A, 2. OG, Universitätsstraße 15, 8010 Graz)
Organisationsteam:

Alena Heinritz, Mario Huber, Doris Pichler, Dimitri Smirnov

Im Rahmen des vom FWF geförderten Projekts „Law, Literature and Economics. A New Interdisciplinary Approach“ und des Doktoratsprogramms „Kultur – Text – Handlung“ der Karl-Franzens-Universität Graz findet am 24. und 25.01.2019 ein internationales Symposium zum Thema „TextVerHandlungen“ am Zentrum für Kulturwissenschaften statt. Der erste Tag der Veranstaltung widmet sich dem literaturwissenschaftlichen Textbegriff und diskutiert mithilfe von Fallbeispielen und theoretischen Überlegungen einen praxeologischen Zugang. Damit wird vor dem Hintergrund von Medienwandel und den damit verbundenen Textpraktiken die Frage nach einem operationalisierbaren literaturwissenschaftlichen Textbegriff neu gestellt. Am zweiten Tag der Veranstaltung wird die Perspektive auf andere Disziplinen geöffnet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Literatur-, Sprach-, Rechtswissenschaften und der Theologie diskutieren hier über „Text“ als potentiellen Grundbegriff interdisziplinärer Fragestellungen und somit über grundlegende Fragen zu Interdisziplinarität. Die Veranstaltung bietet daher eine Diskussions- und Vernetzungsplattform für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich aus unterschiedlichen Fachperspektiven mit dem Textbegriff beschäftigen.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, der Eintritt ist frei.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie auf der Homepage des Zentrums für Kulturwissenschaften: https://zentrum-kulturwissenschaften.uni-graz.at/de/neuigkeiten/detail/article/symposium-textverhandlungen-literaturwissenschaft-praxeologisch-textbegriffe-interdisziplinaer/

Programm

24. Jänner 2019
Literaturwissenschaft praxeologisch

10:00-10:30
Begrüßung – Susanne Knaller, Doris Pichler (Graz)
Einführung – Alena Heinritz, Mario Huber, Dimitri Smirnov (Graz)

10:30-11:30 – Panel 1: Texte lesen
Alexander Scholz (Bochum): Lesemodi und notationale Ikonizität. Der Blick auf die Ordnung der Textur als analytischer und abseitiger Lesemodus
Julia Stetter (Bochum): Semantische Kohärenz als Alternativkonzept literarischer Textkonstitution

11:30-12:00 – Kaffeepause

12:00-13:00 – Panel 2: Strukturen schreiben
Anna Estermann (Salzburg): Realismus als Praxis
Laura M. Reiling (Münster): TextSchleife – SchleifenText? Barth und Eugenides mit der Schere lesen

13:00-14:30 – Mittagspause

14:30-15:30 – Panel 3: Text und Werk
Thomas Kater (Münster): Ein Stück werkuntreuer Textlosigkeit? Über Elfriede Jelineks Ulrike Maria Stuart und die Kategorie des Werks in einer Praxeologie des Texts
Koku G. Nonoa (Innsbruck): Zur literarischen Theatertradition und der Werkkategorie im Verhältnis zu Medien

15:30-16:00 – Kaffeepause

16:00-17:00 – Panel 4: Digitale Textpraktiken
Marcella Fassio (Oldenburg): „Und nun weiter im Blog EINFACH DRAUFLOSLABERN.“– Praktiken der (Autor-)Subjektivierung bei Rainald Goetz und Joachim Lottmann
Caterina Richter (Graz): TextKörperPraxis. Digitale Medienpluralität in Marlene Streeruwitz’ Texten aus einer praxisorientierten Perspektive

17:00 – Abschlussdiskussion

18:00 – Keynote
Ludwig Jäger (Aachen): Das Spiel der Skripturen. „Praktiken der Wiederverwendung“ (Genette) und das Problem der Transkription

20:00 – Abendessen

25. Jänner 2019
Textbegriffe interdisziplinär

10:00-10:30
Begrüßung & Einführung – Doris Pichler (Graz)

10:30-11:15
Clemens Knobloch (Siegen): Text – Umfeld – Konnotation oder: Texte als Feldopportunisten

11:15-11:45 – Kaffeepause

11:45-12:30
Kent Lerch (Berlin): Vom Gesetzbuch zum Hypertext: Zur Morphologie des Rechts

12:30-13:15
Oda Wischmeyer (Erlangen): Die Bibel zwischen Texttheorien und praktischer Arbeit am Text. Ein Plädoyer für einen humanen Umgang mit Texten

13:15-14:15 – Mittagspause

14:15-15:00
Angela Gencarelli (Lüneburg): „Schriftliche Technologien“. Textbegriffe in den Science Studies und ihre interdisziplinäre Anschluss(un)fähigkeit

15:00-15:45
Wolfgang Hallet (Gießen): Mehr als Worte. Der Text als semiotische Einheit

15:45-16:00 – Kaffeepause

16:00 – Abschlussdiskussion

Kontakt & Information:
Zentrum für Kulturwissenschaften
Attemsgasse 25/II, 8010 Graz
Dimitri Smirnov
dimitri.smirnov@uni-graz.at
+43 (0)316 380 8090

Beitrag von: Dimitri Smirnov

Redaktion: Christoph Behrens