Stadt: Innsbruck

Frist: 2019-04-05

Beginn: 2019-06-14

Ende: 2019-06-15

URL: http://bit.ly/klimaskepsis

Die Minustemperaturen im Mittleren Westen der USA ließen Präsident Donald Trump am 29. Januar via Twitter Position zur globalen Erwärmung beziehen:

»What the hell is going on with Global Waming [sic!]? Please come back fast, we need you«! ( tweet: http://bit.ly/2MSLqIR )

Wenn auch ungewollt, manifestiert dieser Ausspruch doch die Einsicht, dass globale Erwärmung eine Tatsache ist. Denn was nicht ist, kann auch nicht angerufen werden, um zurückzukommen. Trotz der rhetorischen Schleife, ist dieser Tweet als Paradebeispiel für die ironische Umgangsweise zu verstehen, mit der einige im öffentlichen Diskurs das Problem des menschengemachten Klimawandels glauben abtun zu können. Skeptiker*innen und Leugner*innen erkennen die von großen Wissenschaftsverbänden wie dem United Nations Intergovernmental Panel on Climate Change (IPPC) eindeutig bestätigten Befunde nicht an. Wie können wir diese Zurückweisung wissenschaftlicher Erkenntnisse verstehen – und was sind ihre Ursachen? Welche Rolle könnte im Zusammenhang der Vermittlung den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften zukommen? An diesen Fragen orientiert sich der Postgraduiertenworkshop „Klima/Skepsis. Ökokritische Perspektiven auf den Anthropozän-Diskurs“.

Seit dem ersten Workshop in unserer Veranstaltungsreihe, „The World, the Text, and the Critic in the Post-human Era” (SoSe 2017), nehmen wir – die Nachwuchsbeauftragten der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät Innsbruck (http://bit.ly/forumphilkult) – die theoretischen Vorstöße des Anthropozän-Diskurses und des Posthumanismus zum Anlass, in intensiver Textlektüre und Diskussion unsere eigene Position in den ‚Human‘-Wissenschaften zu hinterfragen und neue geistes- und kulturwissenschaftliche Perspektiven zu entwickeln. Im diesjährigen Workshop werden wir die öffentliche Diskussion um den Klimawandel untersuchen. Ziel ist es, die literatur- und kulturwissenschaftlichen Herausforderungen des Anthropozän-Diskurses zu verstehen und als Nachwuchswissenschaftler*innen unsere Verantwortung und Sprechpositionen angesichts gegenwärtig klimaskeptischer Äußerungen im westlichen Kulturraum kritisch zu beleuchten.

Als Gastwissenschaftlerin konnten wir Prof. Dr. Gabriele Dürbeck von der Universität Vechta gewinnen, die durch zahlreiche Publikationen ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet des Ecocriticism und der Anthropozän-Diskussion ist.

Der Workshop beginnt am Freitag, den 14. Juni 2019 mit einer thematischen Einführung und einem gemeinsamen Abendessen. Am Samstag, den 15. Juni werden wir uns kritisch mit Theorieansätzen, Textinterpretationen und Praxisbeispielen aus den Bereichen Ecocriticism, Anthropozän und Posthumanismus auseinandersetzen.

Für Interessierte bestehen folgende Teilnahmemöglichkeiten:

  • Kurze Vorstellung eines eigenen Forschungsprojekts oder Praxisbeispiels als Diskussionsinput
  • Teilnahme als Diskutant*in

Wir freuen uns über kurze Proposals (max. 150 Wörter, auf Deutsch oder Englisch) und Anmeldungen von interessierten Wissenschaftler*innen auf Promotions- und Postdoc-Ebene. Für Teilnehmer*innen aus dem Ausland wird die Universität Innsbruck voraussichtlich Reisekostenzuschüsse zur Verfügung stellen.

Bitte sendet eure Proposals bzw. Teilnahmewünsche bis spätestens zum 5. April 2019 an Ariane.De-Waal@uibk.ac.at oder Monika.Raic@uibk.ac.at . Für Rückfragen stehen wir natürlich ebenso bereit.

Beitrag von: Monika Raic

Redaktion: Christoph Behrens