Geoliterarische Komparatistik-Werkstatt
22. November, 12.30-18.30
Raum 0.012 im Philosophikum (Abt. für Iber. und Lateinam. Geschichte)

Die Geopoetik Kenneth Whites erweist sich als eine Methode (methodos gr. = Weg) des intelligenten und kreativen Verhältnisses zwischen dem Menschen und der Erde. Diese wird als universale verbindende Größe angesehen. Die Geopoetik orientiert sich am grenzfreien, offenen Raum und versteht sich als ein präsentischer und zukunftsbezogener Modus von Kultur. In Bezug auf Poesie und Prosa schließt der Vollzug von Geopoetik auch ihre kritische Dimension ein, d. h. ihre Relationierung in Hinblick auf Geopoetiken avant la lettre sowie auf ethische Prinzipien der Geopoetik. Die erste Tagung der geoliterarischen Werkstatt, ausgerichtet an der Universität zu Köln, wird aus komparatistischer Perspektive den Grundlagen der Geopoetik ebenso nachgehen wie der Verortung der géopoétique in der aktuellen literarischen Raumforschung und der speziellen Analyse von geologischen Verdichtungen. Interessierte sind gerne willkommen.

Beitrag von: Sidonia Bauer

Redaktion: Christoph Behrens