Stadt: Rostock

Frist: 2015-11-30

Beginn: 2016-05-19

Ende: 2016-05-21

URL: http://www.gender.uni-rostock.de/veranstaltungen/kolloquium-2016/call-for-papers/

19.-21. Mai 2016

„I definitely can feel the third or fourth feminist wave in the air, so maybe this is a good time to open that Pandora’s box a little bit and air it out.“ (Björk, Pitchfork, Januar 2015)

Angesichts zahlreicher hitzig geführter Debatten um Genderfragen in der Popkultur, etwa um die feministischen Implikationen der Romane von Charlotte Roche, um die genderpolitische Relevanz der Popmusik von Lady Gaga oder der feministischen Rede von Emma Watson vor den UN, lässt sich mit einigem Recht behaupten, dass das popkulturelle Feld zugleich Schauplatz und Gegenstand diverser Diskurse um Produktion, Inszenierung und Repräsentation von Geschlecht ist. Der Diversität der Diskussionen entspricht die Diversität der Medien und Akteur_innen: Genannte Diskussionen finden auf allen Ebenen der Öffentlichkeit statt, auf Blogs, in Popsongs, in You-Tube-Videos, in Filmen ebenso wie in akademischen Veröffentlichungen oder in Tageszeitungen. Gender, so scheint es, ist das neue Leitparadigma für die ethisch-moralische Bewertung popkultureller Artefakte.

Wir laden Wissenschaftler_innen aller Fachdisziplinen ein, sich aus der jeweiligen Perspektive über Populärkultur und Geschlecht zu verständigen.

Denkbar sind beispielsweise nationale und internationale Beiträge, die sich in folgenden Dimensionen bewegen:

Neue Präsentationen von Geschlecht
Wie divers ist das Genderspektrum in Literatur, Popmusik, TV und Film? Wie steht es um die Repräsentation von Körperbildern?

Genderspezifische Produktionsbedingungen von (Populär-)Kultur
Bestimmen Gender oder Sexualität für Künstler_innen unterschiedliche Zugangsbedingungen zur Popkultur? Lassen sich geschlechterspezifische Buchungspraktiken bei Musiker_innen oder von Jurys bei der Vergabe von Filmpreisen beobachten?

Historische Genderdiskurse und mediale Formen
Lässt sich angesichts des beschriebenen Phänomens von einer vierten Welle des Feminismus sprechen? Wie verhalten sich feministische Akteur_innen des popkulturellen Feldes zu vorangegangenen, historischen Bewegungen? Welche medialen Formen der Geschlechter-diskurse gibt es?

Soziale Bewegung/Aktivismus/Politik und Geschlecht
Welche neuen Formen von Protest und Aktivismus entstehen auf dem oder in Verbindung mit dem popkulturellen Feld?

Rezeption von Populärkultur
Werden popkulturelle Produkte genderspezifisch rezipiert? Gibt es neue Rezeptions-gewohnheiten?

Bildung und Erziehung
Wie lassen sich (neuere) popkulturelle Artefakte in der Schule und anderen pädagogischen Handlungsfeldern einsetzen?

Die Vorträge sollten die Dauer von 20 Min. nicht überschreiten. Die Beiträge können in deutscher und englischer Sprache verfasst sein. Bei Interesse senden Sie bitte ein Exposé (ca. 300 Wörter) bis* 30.11.2015* an <gender@uni-rostock.de>. Eine Rückmeldung über die Annahme ihres Abstracts erhalten Sie bis spätestens Ende Januar 2016.

For an Englisch version of the cfp see: http://www.gender.uni-rostock.de/fileadmin/Gender/CfP_AG_Gender_Popular_Culture-Gender-Agency.pdf

Für die Arbeitsgruppe “Gender-Forschung” an der Universität Rostock.

Beitrag von: Christoph Behrens

Redaktion: Christof Schöch